StubenofenSeit einigen Tagen schmückt ein dekorativer Ofen das Kleinhaus des Landschaftsmuseums!

Familie Ursula und Jürgen Orthey aus Hachenburg haben ihn dem Museum gespendet.

Mithilfe des Bauhofes der Verbandsgemeinde Hachenburg wurde der mehrteilige schwere Aufbau aus Altstadt abgeholt und im Landschaftsmuseum wieder aufgestellt. Der Museumstechniker Lukas Janßen erstellte eine brandsichere Bodenplatte und verband das abgewinkelte Ofenrohr mit der Kaminwand.

Der Ofen stammt ursprünglich aus einem Wohnhaus in Müschenbach. Die Hachenburger Handlung Carl Fischer am Alten Markt lieferte das gute Stück um 1911 an den Erstbesitzer aus. Die Front ist weinrot emailliert und mit blumigen Jugendstilornamenten mehrfarbig verziert. Neben der Feuerung befindet sich ein Backofen. Darüber, hinter zwei Klappflügeln, liegt die massive eiserne Kochplatte mit zwei Kochstellen. Hierauf wurde lange noch der Datsch bereitet. Den zugehörigen „Datsch-Ofen“, einen rechteckigen Bräter, erhielt das Museum ebenfalls als Spende. Darüber, hinter der chromblitzenden Dachbekränzung, befindet sich eine weitere Koch- bzw. Warmhalteplatte.

In seinem Vortrag über „Stubenöfen und Küchenherde“ wird Museumleiter Dr. Manfrid Ehrenwerth am Sonntag, den 13. März um 15.00 Uhr, auch dieses neue Schmuckstück näher vorstellen.