IMG 3764klWas ist die Auszeichnung „Museum des Monats“?

Die Auszeichnung „Museum des Monats“ ist mit 1.000 Euro dotiert und wird seit August 2022 vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz ausgelobt. Sie hat zum Ziel, die Museumsarbeit vor allem kleiner und mittelgroßer Museen landesweit in den Fokus rücken. Ausgezeichnet werden Museen, die sich mit gelungenen Ausstellungsprojekten zur Orts-, Regional- oder Landesgeschichte, mit innovativen Vermittlungsideen, interessanten digitalen Angeboten, erfolgreichen Partizipationsprojekten, gelungenen Maßnahmen zur Umsetzung der Barrierefreiheit, außergewöhnlichem gesellschaftlichem Engagement, beispielhaften Projekten zum Sammlungserhalt oder zur Sammlungserschließung oder bemerkenswerten Projekten generationenübergreifenden bürgerschaftlichen Engagements hervortun.

Münzschatz Montabaur klAktuell gibt es in der Dauerausstellung des Museums neue Exponate zu entdecken. Die „Baumvitrine“ in der Abteilung „WesterWald“ beherbergt neben Tierknochenstücken aus der Eiszeit, Artefakten aus der Steinzeit und frühneuzeitlichen Keramikfunden nunmehr auch Bodenfunde, welche der Sondengänger Oliver Schulze-Witteborg aus Montabaur dem Museum als Leihgaben zur Verfügung gestellt hat. Besonders beeindruckend ist darunter ein mittelalterlichen Münzschatz aus dem Stadtwald von Montabaur. Der Schatz umfasst 51 Denare aus Silber des Kölner Erzbischofs Philipps von Heinsberg (1167-1191). Die Vorderseite der Münzen zeigt den sitzenden Erzbischof mit Mitra, die Rückseite einen breiten Mittelturm mit drei Arkaden und schräg nach hinten verlaufenden Gebäudemauern. Daneben werden auch verschiedene Geschosskugeln gezeigt, welche im Zeitraum vom Dreißigjährigen Krieg bis in die Franzosenzeit hinein verwendet wurden.

Alhäuser aklein„Karl-Heinz Alhäuser – Bleistiftimpressionen aus dem Westerwald“

18. Februar bis 16. Juni 2024

Im roten Mühlenhaus des Landschaftsmuseums sind in einer Kabinettausstellung aktuell ausgewählte Bleistiftzeichnungen des Hobbyzeichners Karl-Heinz Alhäuser aus Wied zu sehen. Der 75-jährige Künstler hat sich das Zeichnen selbst beigebracht und widmet sich diesem Hobby seit seiner Kindheit. Neben Bleistiftzeichnungen erstellt er auch Kreide- und Pastellbilder. Dabei legt er großen Wert auf detailreiche Darstellungen und scheut auch vor vergleichsweise schwierigen Porträtmalereien nicht zurück. Insbesondere die Veränderung der Gesichter im Zuge des Älterwerdens fasziniert ihn besonders. Schnell lässt sich dabei seine eigene künstlerische Handschrift erkennen. Die Motive der im Landschaftsmuseum Westerwald ausgestellten Bleistiftzeichnungen zeigen Menschen und Tiere. Ebenso sind Landschafts- und Architekturbilder aus dem Westerwald darunter zu finden, etwa aus Hachenburg, Marienstatt oder Wied.

Alhäuser PlakatDer Künstler wird im Rahmen des Internationalen Museumstags am 19. Mai 2024 vor Ort sein und wer möchte, kann sich dann von ihm porträtieren lassen.

Steinreicher Westerwald

Moritz Jungbluth: Begleitband zur Sonderausstellung vom 21. Mai 2023 bis 22. Dezember 2024.

50 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Herausgeber: Verlag der Museen des Westerwaldkreises, Montabaur 2023.
ISBN 978-3-9824439-2-8, 50 Seiten, Preis 4,90 €

Der Begleitband zur Ausstellung ist im Landschaftsmuseum Westerwald im Museumsladen erhältlich.

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Sonderausstellung im Landschaftsmuseum Westerwald
21.05.2023 bis 31.12.2024

Im Westerwald begegnet man Steinen auf Schritt und Tritt. Das Landschaftsmuseum in Hachenburg präsentiert in einer Sonderausstellung die verschiedenen Natursteinarten der hiesigen Region, deren Abbau und weitere Verwendung. Schnell wird in diesem Zusammenhang deutlich, dass das Spektrum der im Westerwald vorkommenden Gesteine weit über die bekannten Basaltlagerstätten des Oberen und Hohen Westerwaldes hinausgeht und, dass die Landschaft als Teil des Rheinischen Schiefergebirges auch weit mehr als Schiefer zu bieten hat.
Die eher „unbekannten“ Gesteine der Mittelgebirgslandschaft, die eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung besaßen und teilweise noch besitzen, werden hier anhand ihrer kulturhistorischen Dimensionen vorgestellt.